© Bernd Nebel
Kettensteg über die Pegnitz, Nürnberg

Der Kettensteg in Nürnberg war die erste Hängebrücke auf deutschen Boden, der allerdings nur für Fußgängerverkehr ausgelegt war. Er wurde im Jahre 1824 von dem Nürnberger Mechaniker Johann Georg Kuppler errichtet. Die "Ketten" bestehen aus ca. 3 m langen schmiedeeisernen Stäben, die mit O-förmigen Elementen verbunden sind.

Die schaukelnde Brücke versah ihren Dienst über 100 Jahre lang, bis sie im Jahre 1930 auf Grund von statischen Problemen stabilisiert werden musste. Dabei wurde die statische Funktion des Hängewerkes ausser Betrieb genommen. Der Gehweg wurde durch mehrere Joche unterstützt und mit Stahlträgern in Höhe der Holzplanken versteift.

Einige Jahre später wurde sogar der Entschluss gefasst sie ganz abzureissen. Die Umsetzung der Verfügung wurde jedoch durch den Beginn des zweiten Weltkrieges verhindert. Seit Mai 2009 ist die Brücke auch für den Fußgängerverkehr gesperrt. Eine Entscheidung über ein nachhaltiges Sanierungskonzept steht noch aus.