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| © Oskar Lückel |
Die "Brücke am Kwai" wurde vor allem durch den Tatsachenroman von Pierre Boulle und die Verfilmung von David Lean bekannt. Sie wurde 1942 vorwiegend von englischen und asiatischen Kriegsgefangenen unter grausamen Bedingungen erbaut. Die Brücke war als Teil der ca. 400 km langen Eisenbahnlinie zwischen Thailand und Birma geplant, der sogenannten "Todesbahn". Diesen Namen erhielt sie auf Grund der menschenunwürdigen Zustände bei ihrem Bau, denen insgesamt ca. 116.000 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zum Opfer fielen.
Im Film wird das Bauwerk als Auslegerbrücke aus Bambus dargestellt aber in Wirklichkeit handelt es sich um eine Fachwerkbalkenbrücke mit Pfeilern aus Beton. Das original Tragwerk bestand aus bogenförmigen Trägern die von der japanischen Armee auf Java abgebaut worden waren.
Die Brücke bestand nur wenige Monate, denn bereits im Oktober 1945 wurde sie von der US-Luftwaffe bombardiert. Die zerstörten Abschnitte wurden schon bald nach dem Krieg durch parallelgurtige Fachwerkträger ersetzt. Nur die bogenförmigen Träger stammen noch vom original Bauwerk.